(Dieser Artikel wurde am 27.03.2026 aktualisiert)
Die Sonne scheint, die ersten Knospen sprießen, die Biergärten und Cafés sind gut besucht. Doch für viele von uns setzt jetzt auch die anstrengende Zeit ein: Allergie hat Hochsaison. Dank Pollen und Blütenstaub heißt es: laufende Nase, juckende Augen, Halsschmerzen.
Wussten Sie, dass Allergien Ihnen auch Probleme mit den Ohren bereiten können? Hier lohnt es sich, etwas genauer hinzuschauen.
Allergiebedingter Hörverlust
Bei einer Pollenallergie reagiert der Körper mit Entzündungen der Schleimhäute. Die Schleimhäute in Nase und Rachen schwellen an, was sich bis auf die Ohren auswirken kann. Die Belüftung des Mittelohrs gerät ins Stocken, Flüssigkeit sammelt sich im Ohr – das kann die Eustachische Röhre verstopfen. Die Folge: Das Ohr fühlt sich "zu" an, Druck entsteht, das Hörvermögen lässt temporär nach.
Achtung: In der Flüssigkeit können sich Bakterien leichter vermehren. Das kann eine Ohrinfektionen auslösen und Ihr Gehör noch weiter beeinträchtigen.
Obwohl das Innenohr am wenigsten von Allergien betroffen ist, kann es Symptome wie Schwindel, Druckgefühl und Tinnitus verursachen, wenn es infiziert ist. Im Extremfall können Allergien die Menière-Krankheit verursachen und somit das Risiko eines Hörverlusts erhöhen.
Auch im äußeren Ohr kann die Allergie Probleme machen: Juckreiz und vermehrte Ohrenschmalzbildung verstopfen den Gehörgang und können zu einer sogenannten Schallleitungsschwerhörigkeit führen, bei der die Schallübertragung auf dem Weg vom Außen- oder Mittelohr zum Innenohr blockiert wird (mehr über diese Art von Hörverlust finden Sie hier). Meist ist dieser Hörverlust nur vorübergehend und legt sich, sobald die Allergie abklingt. Doch bei starken oder langwierigen Allergiephasen können die Hörprobleme länger anhalten.